Presse

Strom aus der Lamelle

"Sobald die Sonne scheint, fahren an vielen gläsernen Bürogebäuden Jalousien herunter und schützen die Beschäftigten vor Hitze und grellem Licht. Warum die Lamellen nicht mit Strom produzierenden Solarzellen bestücken und durch die Einspeisung ins Netz Geld verdienen, dachte sich der Ingenieur Valentin Hordijenko, Chef von SunThink in München. Tests an der Technischen Universität München mit Prototypen zeigen, dass die Rechnung im Idealfall aufgehen kann. 500 Euro kostet die Fotovoltaik-Lamelle je Quadratmeter mehr als eine herkömmliche Beschattung. Installiert auf der Südseite bringt sie pro Jahr rund 56 Euro Vergütung und hätte sich damit nach neun Jahren amortisiert – sofern keine höheren Wartungskosten dazukommen. Die Lamelle passt sich dem Höhenstand der Sonne an, um die Stromausbeute zu optimieren. Jetzt sucht Hordijenko nach Partnern für eine Produktion."

Artikel veröffentlicht in der
Wirtschafts Woche, KW 36 2005
Redaktion: Wolfgang Kempkens