Vision

Integration von Photovoltaikanlagen in Fassaden von Gebäuden mittels Dünnschichttechnologie.

Weltweit werden Bürogebäude heute überwiegend mit Flachdächern entworfen und erstellt. Vordergründig bieten sich diese Flachdächer als Aufstellorte von photovoltaischen Anlagen an. Bei genauerer Recherche stellt sich jedoch heraus, dass diese Dachflächen nicht optimal geeignet sind, weil Dachflächen für Aufzugsüberfahrten, Treppenhäuser, Klimaanlagen und andere technische Aufbauten genutzt werden müssen, weil Dachflächen bei mehrgeschossigen Häusern im Verhältnis zur Fläche der Fassaden kleiner sind und weil Flachdächer oft begrünt werden sollen und somit als Aufstellflächen nicht zur Verfügung stehen.

Bürogebäude werden zudem aus Komfortgründen neben einer Teil- oder Vollklimatisierung mit einem Blend- und Sonnenschutz ausgestattet. Dieser Sonnenschutz wird aus bauphysikalischen Gründen vor der Fassade, meistens in Form einer Jalousie, angebracht.

Up-TownAusgangspunkt unserer Überlegung war die Frage, wie Photovoltaik in Fassaden von Gebäuden integriert werden kann, ohne den Entwurf zu dominieren und damit die gestaltenden Architekten zu bevormunden.

Seit mehreren Jahren werden bereits Dünnschichtsolarzellen produziert. Diese sind nur den Bruchteil eines Millimeters dick, können gebogen werden und versprechen wegen der geringen Menge des verwendeten kostenintensiven Siliziums einen günstigen Verkaufspreis.

Mittels dieser Dünnschichtsolarzellen, die auf die der Sonne zugewandten Seite auf die einzelnen Lamellen der Jalousien aufgebracht werden oder die selbst bereits die Lamellen bilden, ist es möglich Strom zu produzieren. Über die leitenden Spann- und Führungsdrähte, die mit einer Sammelschiene verbunden sind, wird der erzeugte Strom abgenommen. Die Lamellen lassen sich über bereits existierende und langjährig erprobte Steuerungen in jeden beliebigen Winkel einstellen und somit optimal nach dem Sonnenstandswinkel ausrichten (einachsige Nachführung).

Der Sonnenschutz in Form einer Jalousie kann nicht nur an Südfassaden, sondern auch an Ost- und Westfassaden angebracht werden und Strom produzieren. Bürogebäude werden an Wochenenden, Sonn- und Feiertagen sowie vor und nach der täglichen  Arbeitszeit der Mitarbeiter nicht genutzt. Bereits verwendete Steuereinrichtungen sorgen dann dafür, dass zu diesen Zeiten die Jalousien des gesamten Gebäudes heruntergefahren werden und Strom produziert wird. Im Sommerfall wird so eine übermäßige Aufheizung verhindert und damit ein weiterer Energiespareffekt erzielt.

Sonnenschutzanlagen bestehender Gebäude können jederzeit in technologisch  fortschrittliche, photovoltaische Jalousien umgerüstet werden.